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Axel Prahl ist im richtigen Leben genau wie in seiner bekannten Rolle als Kommissar Thiel im Münster-"Tatort" großer Fan vom FC  St. Pauli. Nach einem Schauspielstudium in Kiel wirkte er an verschiedenen Theatern mit, u.a. dem Theater in Kiel und dem GRIPS-Theater in Berlin. Außerdem war er in vielen Filmen in Kino und Fernsehen zu sehen, zuletzt in dem nordischen Roadmovie Die Schimmelreiter.

 

Der  Autor Hermann Schulz über eine Fußball-Reise nach Afrika

Auf meinen Reisen habe ich immer Motive und Geschichten gefunden, die ich gar nicht gesucht hatte. Manchmal verkriechen sich Erlebnisse jahrelang, um sich im richtigen Augenblick zu Wort zu melden.
2002 besuchte ich am Victoriasee in Tansania ein befreundetes Ehepaar. Gerade waren ihnen Zwillinge geboren worden, und zwar am 9. Mai. Weil an einem 9. Mai Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten von Südafrika gewählt wurde, nannten die Eltern voller Stolz das kleine Mädchen Mandela und den Sohn Nelson. Der fußballbegeisterte Vater schwärmte davon, sein kleiner Nelson würde vielleicht eines Tages ein großer Spieler werden. „Vielleicht Mandela ja auch“, warf ich ein und es gab ein freundliches Gelächter.
Da ahnte ich noch nicht, dass ich ein paar Jahre später ein Buch über Fußball in Afrika schreiben und die beiden, Mandela und Nelson, zu Hauptpersonen in einer Mannschaft machen würde. Obwohl ich kein Fußballexeperte bin, meldete sich die Geschichte Anfang 2007 aus geheimnisvollen Tiefen, und ich begann mit den Aufzeichnungen.
Im August 2008 traf ich  alten Freund wieder: den tansanischen Pantomimen und Trommellehrer Nkwabi Ngangasamala. Ich erzählte ihm von meinem Buchprojekt „Hör mal, mein Freund! Wenn ich Infos brauche über eure Jugendlichen: Darf ich dir meine Fragen schicken?“ „Natürlich! Aber…“, er zögerte und grinste, „aber besser wäre es natürlich, du könntest mal für ein paar Tage zu uns kommen.“
Ich sagte zu, unter der Bedingung, dass er mich in seiner Heimatstadt Bagamoyo (ein Hafen am Indischen Ozean) begleiten würde. Gemeinsam mit der WDR-Journalistin Sabine Jaeger ging die Reise los. Freund Nkwabi hatte unseren Besuch bestens vorbereitet. Wir besuchten zunächst ein paar Schulen, trafen den Gründer des Fußballclubs („Saadani Social and Sport Club“) Maeda Haji, den recht verwahrlosten Fußballplatz und strichen durch die Gegend. Ich nahm einfach die  Eindrücke auf: Kinderarbeit am Strand, Bettler, Heimkehr der Fischer, Boote aus Sansibar, den Fußballplatz ohne Linien oder Tornetze. Die Jugendlichen und Kinder, Jungen und Mädchen, spielten leidenschaftlich, wenn auch meist mit selbstgemachten Bällen, barfuß oder mit zerlumpten Turnschuhen. Begeistert nahmen sie die drei Fußbälle entgegen, die ich mitgebracht hatte, und setzten, uns zu Ehren, ein Spiel an. Maeda Haji überrumpelte mich völlig, als er mich aufforderte, nach dem Ende des Spiels, vor allen Spielern und Zuschauern, ein Gebet zu sprechen. „Sind das Katholiken? Muslims? Protestanten?“, fragte ich ihn flüsternd. Er grinste: „Von allem etwas! Bete so, dass es für alle passt! Auch für die Heiden!“

Ich wollte kein Buch über die Armut in Afrika schreiben, sondern über die Heiterkeit, das Zusammenleben, die Kreativität, den Umgang von Jung und Alt miteinander; über all das, was stärker ist als alle Missstände und Afrika so liebenswert und reich macht. Meine Geschichte bekam durch die Erlebnisse in Bagamoyo eine ganz neue Sprache, neue Farben und lebendige Details. Diesen Reichtum haben mir Afrika und seine Menschen geliefert!
Das Buch erscheint im Carlsen- Verlag. Für den WDR fertigte ich eine Hörspielfassung an. Das Hörbuch erscheint im Verlag Hörcompany, vorgelesen von Axel Prahl. Im Juni wird im WDR das Feature von Sabine Jaeger „Geschichten fallen nicht vom Himmel. Unterwegs mit dem Schriftsteller Hermann Schulz in Afrika“ gesendet werden.

Maeda Haji fragte mich beim Abschied bescheiden, ob wir nicht ein bisschen Hilfe aus Deutschland organisieren könnten. Neue Bälle und Trikots zum Beispiel, und damit die Mannschaft nicht länger per Anhalter zu Auswärtsspielen fahren muss. Sabine Jaeger organiserte den Kontakt zum Fan-Club BVB International; schon bald nach der ersten Begegnung ging eine große Sendung mit Sportartikeln nach Bagamoyo auf die Reise. Eine richtige Partnerschaft kam zustande. Der Ahlener Fußballclub zog nach.

Wer sich an diesem liebenswerten Hilfsprojekt beteiligen möchte, wende sich bitte an den Freundeskreis Bagamoyo e.V. - http://bagamoyo.com/

 
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Notizen


Hörbuch des Jahres 2020!

 

Die Jury der hr2-Hörbuchbestenliste hat das Hörbuch „Der Junge aus der letzten Reihe“ von Onjali Q. Raúf zum „Kinder- und Jugendhörbuch des Jahres 2020“ gekürt. Birte Schnöink gibt der Ich-Erzählerin Alexa ihre warme Stimme und zieht uns mit ihrer humorvollen und sensiblen Lesung in den Bann, schreibt die Jury. Die berührende Schul- und Flüchtlingsgeschichte zeige, dass auch schon Kinder die Macht haben, durch Eigeninitiative die Welt ein klein wenig zum Besseren zu verändern. Es sei ein Hörbuch, dem man viele Hörer wünscht.


Hörbuch des Monats

Nachdem Der Sturm nach William Shakespeare – nacherzählt von Barbara Kindermann bereits auf den 1. Platz der hr2 Kinder- und Jugendhörbuchbestenliste gewählt wurde, ist das Hörbuch nun auch von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur als Hörbuch des Monats September 2020 ausgezeichnet worden: „Wunderbar schaffte es Barbara Kindermann Weltliteratur für Kinder nachzuerzählen und ihr Interesse für Literatur zu wecken. Auch mit Der Sturm hat sie in einer kindgerechten Interpretation den jungen Lesenden die Welt Shakespeares eröffnet. Nicht minder grandios wird das Stück durch die tiefe, ruhige Stimme von Gerhard Garbers lebendig. Hinzu kommen Originalauszüge, in denen u. a. Rainer Strecker brilliert, die den Hörgenuss so komplementieren. Großartig!" Jurybegründung


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